Serienreif

Coole Socke

Schnell noch eine Folge Game of Thrones, und schon weggepennt? Netflix löst das Problem den Serien-Anschluss zu verschlafen, charmant mit einem Socken.

Achtung, beim Konsum von TV-Serien können sich für den Konsumenten tatsächlich Probleme ergeben. Das Licht könnte zu grell sein, ein Telefonat könnte stören, Hunger hat man ja auch noch. Als Marke kann man da entweder darüber schmunzeln oder liebevolles Kundenservice anbieten und diese Probleme lösen, wie Netflix vor ein paar Monaten mit dem Switch. Die Bauanleitung zum Selbermachen, verspricht mittels Knopf, Lichter zu dimmen, das Telefon lautlos zu stellen, eine Essens Bestellung auf zu geben und die Lieblingsserie zu starten.

netflix switchSelbst ist die Socke

Selbst dann noch können Probleme auftreten. Zuseher schlafen gerne ein und müssen dann mühsam bis zur letzten memorierten Szene zurückspulen. Netflix könnte da nun eine Smartwatch oder sonst ein Wearable vorlegen und die Lösung anschließend im TV bewerben. So hätte man es wahrscheinlich früher gemacht. Lieber setzten sie ihren eingeschlagenen Weg fort und boten zu Weihnachten wieder eine Bauanleitung an, um Kunden das Problem stilvoll selbst lösen zu lassen.

netflix5Liebe statt Geld

Als wären wir Streamer noch nicht seriensüchtig genug, offerieren die raffinierten Marketers von Netflix auch noch ein ziemlich stylisches DIY-Projekt, um den Serienkonsum zu optimieren. Die Schritt für Schritt-Anleitung zeigt, wie man eine Socke kreiert, mit der sich Serien mittels Microcontroller und Bewegungssensor stoppen lassen, falls man dabei einschläft. Doch davor geht es um ein Designstatement: Narcos, House of Cards oder Master of None? Welche Serie soll den Socken zieren? Die Designs sind so gelungen, das Netflix diese Socken als Merchandising verkaufen könnte. Doch anstatt Geld damit zu verdienen, ist es Netflix im Marketing Funnel wichtiger, ein bisschen geliebt zu werden.

Was die Socke erreichte

Auch wenn Nörgler wie Matt McFarland, Redakteur der Washington Post meinen, dass es leichter sei IKEA Möbeln zusammen zu stellen, als den Netflix Socken zu fertigen, das Pressecho war enorm. Auf das Erklärvideo mit knapp einer halben Million Views, reagierten Protagonisten aus der DIY-Szene, wie etwa das Make Magazine mit Videos vom Fertigen des Sockens. Klar, könnte der Socken mit der vorgeschlagenen Elektrotechnik um 55 Euro, der vielleicht teuerste Ihres Lebens werden. Und klar, sollte man die Anleitung die Elektrik im Socken einzunähen nicht befolgen, wenn man ihn auch waschen will. Sein Ziel hat das Projekt mit den Videos aus der Maker Community und Artikeln auf Mashable, Businessinsider oder dem Forbes Magazine jedenfalls erreicht.